Über den Film
Eine größere Welt – das ist es, was Corine entdeckt, als sie in der Mongolei während eines schamanischen Rituals in Trance fällt. Dabei war die Französin nur in die abgelegene Steppenregion gekommen, um im Rahmen ihrer Arbeit ethnographische Tonaufnahmen zu sammeln. Doch die Schamanin Oyun offenbart Corine, dass sie eine seltene Gabe besitzt, die ausgebildet werden muss. Zurück in Frankreich lassen die Erlebnisse in der Mongolei Corine nicht mehr los. Trotz des Widerstandes ihrer Familie kehrt sie in die Steppe zurück und begibt sich auf eine spirituelle Reise auf alten und vergessenen Wegen. Eine Reise, die ihr Leben und ihre westeuropäische Sichtweise für immer verändern wird.

Der Film „Eine größere Welt“ ist jetzt auch auf DVD und allen gängigen Streaming-Portalen verfügbar.

 

Corine Sombrun
Corine Sombrun (*1961) ist Autorin, Musikerin und Schamanismusexpertin. Während ihrer Arbeit als BBC-Reporterin führte sie ihr beruflicher Weg 2001 für eine Dokumentation in die Mongolei.

Dort offenbarte ihr der Schamane Balgir, dass sie im Besitz einer „Gabe“ ist und überzeugte sie, eine Ausbildung zur Schamanin zu absolvieren.

Nach jahrelangem Training in den Ritualen und Trancetechniken arbeitet Sombrun seit 2006 mit Forschern zusammen, um die mentalen Mechanismen hinter Trancezuständen zu verstehen. Diese Zusammenarbeit brachte die erste wissenschaftliche Studie zu den Trancezuständen mongolischer Schamanen hervor.

Sombrun veröffentlichte mehrere Bücher, in denen sie ihre Erfahrung darlegt und für den Erhalt unseres Planeten sowie für die Kultur indigener Völker kämpft. Ihr jüngstes Buch, das in Zusammenarbeit mit Almir Surui, Oberhaupt des Amazonas-Stammes der Surui, entstand, gewann kürzlich den Independent Publisher Book Award for Environment / Ecology.

In dem Film „Eine größere Welt“ wird Sombrun von der belgischen Schauspielerin Cécile de France („L’ Auberge Espagnole“) verkörpert.

 

Phänomen Trance
Der Begriff „Trance“ beschreibt einen durch unterschiedliche Techniken herbeigeführten Zustand zwischen Wachen und Schlafen, der das Unbewusste aktiviert und zugänglicher werden lässt. Das Bewusstsein wird im Gegenzug eingeschränkt und äußere Reize werden reduziert oder gar nicht mehr wahrgenommen.

Ein tranceartiger Bewusstseinszustand lässt sich dabei sowohl körperlich als auch neurologisch feststellen. Ein EEG-Test verzeichnet im Trancezustand des Probanden beispielsweise andere Gehirnströme als im wachen Zustand. Die Vitalfunktionen des Körpers werden heruntergefahren, wobei optische, somatische und akustische Wahrnehmungsverzerrungen bis hin zu Halluzinationen auftreten können.

Dieses „Versinken im eigenen Inneren“ kann z. B. über Hypnose, Meditation, Substanzeinnahme, autogenes Training und schamanische Techniken erfolgen. Viele Kulturen machen sich u. a. repetitive Muster zunutze, um über Tanz-, Gesangs- und Trommelriten einen Trancezustand einzuleiten. Der Zweck dieser Praktik ist dabei vorrangig das Erreichen persönlichen Wachstums. Auch soziale Aspekte spielen eine Rolle.

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